Einem 50-Jährigen hat sein mutiges Auftreten in einer Münchner S-Bahn das Leben gekostet. Beeinflusst dieser tragische Fall deine Einstellung zu Zivilcourage?
andreas-glas
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Er wollte helfen und musste sterben. Als der 50-jährige Dominik B. beobachtet, dass Schüler von zwei aggressiven Jugendlichen bedrängt werden, zögert er nicht. Er stellt sich dazwischen, bietet den Kindern sogar an, sie sicher nach hause zu bringen. Als Dominik B. dann die S-Bahn verlässt, folgen ihm die zwei Jugendlichen, schlagen und treten so heftig auf ihn ein, dass er später im Krankenhaus stirbt.
„Meist schweißt es die Partner eher zusammen, wenn sie gemeinsam die Depression überstehen”, sagt Dr. Gabriele Pitschel-Walz.
Illustration: Julia Schubert
Kerzen und Blumen erinnern an den mutigen Helfer Dominik B., der am Sonntag am S-Bahnhof Solln in München zu Tode geprügelt wurde.
Nahezu jeder hat schon einmal eine ähnliche, wenngleich wohl weniger dramatische Situation beobachtet und stand vor der Frage: Einschreiten oder kneifen? Jeder weiß, dass es eine Menge Mut erfordert, sich selbst in Gefahr zu bringen, um anderen zu helfen. Und viele kennen das hilflose Gefühl, wenn man letztlich doch wieder alle guten Vorsätze über Bord wirft und zurückzieht, weil die eigene Angst zu groß ist.
Warst du auch schon einmal in einer solchen Situation und hast gekniffen? Oder hast du schon einmal Zivilcourage bewiesen? Und: Werden dich die Folgen des jüngsten Vorfalls in München in Zukunft beeinflussen, wenn es darum geht, zu helfen? Der Tagesticker stellt dich heute auf die Mutprobe.